Gekommen, um zu bleiben! Und das Lied/Leid der Solidarität

In diesem Text wollen wir ein Licht auf Solidarität und unsere Erfahrung damit in der queeren Community in Wien werfen. Solidarität ist hier nicht nur das, was wir bekommen, sondern auch das, was wir teilen und geben.

Wir sind queere Menschen aus dem post-sowjetischen Raum mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus, die auf unterschiedliche Weise migriert, weiß, weiblich sozialisiert sind, auf unterschiedlichem Niveau Deutsch können, unterschiedlichen Zugang zum Bildungssystem haben. Einige von uns sind seit Jahren hier, andere einige Wochen. [1]
"Wenn du weit von Europa wegwohnst, hörst du Geschichten im Internet über so viele Wunderorganisationen, Wundergeschichten; du siehst 'das verfaulende Europa'[2] und denkst 'Ich auch, nehmt mich auf.' Aber wie? Viele sind weggegangen; jetzt kann ich sie nicht fragen, wie es wirklich war."

Zuallererst geht es doch darum, wer überhaupt nach Europa 'ziehen' kann; welche Strukturen Migration erzwingen, aber auch, welche sie erlauben.

Während cis-Schwule eher 'einfach Aalles zurücklassen' können, erschwert die Eingebundenheit vieler Lesben und Trans*personen in die Fürsorge für Kinder oder alte Menschen die Migration/Flucht: "Also zu allererst habe ich Angst vor diesem Prozess in meinem Herkunftsland. Ich habe nie herausfinden können, wie es überhaupt genau funktioniert; ich habe Angst, dass meiner Familie etwas zustößt und ich nicht zurückfahren kann."

Trans*personen haben zusätzlich auch oft Schwierigkeiten mit ihren Dokumenten oder können nicht reisen wegen dem Stress, einem unpassenden Geschlecht zugeordnet zu werden oder vor gewaltvollen Reaktionen auf ihre Geschlechterambivalenz. Auch Lesben sind aufgrund misogyner und sexistischer Strukturen sehr vulnerabel. Viele Lesben und Trans*gender können sich gar nicht vorstellen zu migrieren. Sie sind oft unsichtbar und verstummt in der eigenen Community, verfügen nicht im gleichen Maße über die Kanäle und Netzwerke, die sich viele cis-Schwule aufbauen konnten.

"Als ich nach Europa kam, sah ich Regenbogenfahnen, Menschen, die sich frei bewegen und leben. Für eine Zeit lang kannst du dich noch erinnern, nach der Rückkehr, wie stark deine Hand und wie klar dein Kopf ist, du kannst gehen und etwas sagen, du selbst sein. Aber die Hand, die den Säbel hält, wird schnell müde und du fürchtest dich, dass sie völlig bricht. Langsam beginnst du dich wieder davor zu fürchten, über dich selbst zu reden, und du liest über die anderen, bis alles wieder ist wie zuvor."

Wer ist sichtbar in Europa? Wer sind diese 'Opfer der Homophobie'?

Sichtbar werden nur diejenigen, die dem Bild des 'Opfers der Homophobie' westlicher Unterstützer_innen entsprechen. Die Medien verbreiten unaufhörlich Bilder schwuler Männer, die im öffentlichen Raum verprügelt werden. Das erzeugt Erwartungen, wie Homophobie in anderen Ländern aussieht.

Wessen Stimme wird gehört und was muss diese Stimme sagen, damit sie gehört wird? Wer kann Bedürfnisse äußern und wer wird dafür bestraft?

"Viele Wiener queere Gruppen, haben großes Verständnis für die Bedürfnisse cis-Schwuler: 'oOh, du hast sicher viele Ungerechtigkeiten erleben müssen und bist jetzt sehr verletzt. Wir können über deinen Schmerz reden.' Wenn wir Lesben und Trans*gender unsere Bedürfnisse und Emotionen kommunizieren, werden sie entweder einfach ignoriert oder alle sind überfordert, wollen einfach nichts damit zu tun haben. Schlimmstenfalls werfen dir die priviliegierten Mehrheitsösterreicherinnen/Deutschen dann vor, aggressiv zu sein. Und schon geht es darum, in welcher Form Wunsch und Aufforderung nach Solidarität unsererseits kommen muss.

Der gesamte Diskussionsrahmen ist von den privilegierten Gruppen vorgegeben: wann, wie, wie oft; wir müssen immer objektiv und nüchtern erklären, auch wenn es uns innerlich vor Schmerz und Ungerechtigkeit zerreißt. Auf das eigentliche Bedürfnis und die Emotionen unsererseits wird dann gar nicht mehr eingegangen; es geht nur noch darum, unter welchen Umständen dir Solidarität gewährt werden kann.
Anstelle von Solidarität, wirst du noch mehr fertig gemacht. Und dann hast du die priviliegierte Person/Gruppe womöglich beleidigt oder verletzt. Sprich, jetzt diskutieren wir plötzlich auch noch über ihren Schmerz und ihre Probleme.
Dann gehst du nach Hause und weinst. Weil du nicht nur alleine gelassen wurdest, sondern dir auch noch zum –zigsten Mal klipp und klar gesagt wurde: 'Wir helfen dir nur, wenn es UNS in den Kram passt. Vielleicht.'"

"Du erinnerst dich daran, dass es irgendwo, nicht mal auf einem anderen Planeten, erlaubt ist zu leben und, dass du dort nicht vorspielen musst, ein Hund zu sein, wenn du doch eine Katze bist. Und dann willst du das Schauspielen für immer aufgeben."

Neuankömmlinge in Wien denken, dass diese coolen Organisationen, wenn sie schon nicht wirklich helfen, doch wenigstens nett erklären, welche behördlichen und sonstigen Schritte als nächstes getan werden sollten. Migrant_innen kommen nicht, um jemandem auf der Tasche zu liegen; sie wollen arbeiten, sein, ohne, dass jemand mit dem Finger auf sie zeigt, wollen die Sprache lernen: "Aber die Organisationen haben mich nicht einmal danach gefragt, wie ich mein Visum erneuern werde, sie haben mich einfach nur zu meinen Freund_innen zurückgeschickt."

Diese blöde Unterteilung zwischen 'richtigen Geflüchteten' und 'legalen Migrant_innen'

Alle geben vor, dass das zwei völlig unterschiedliche Kategorien sind, aber das sind sie nicht.
Queere Organisationen in Wien helfen Geflüchteten, Migrant_innen zu werden, aber sie helfen Migrant_innen nicht, keine Geflüchteten zu werden. Aber das sollten sie, weil es doch um die Sicherheit von Menschen geht. Und wenn es Menschen schaffen, legal und sicher nach Österreich zu kommen, sollte denen doch geholfen werden, damit sie diese Sicherheit nicht verlieren.

Die sozio-ökonomischen Bedingungen für Migrant_innen sind oft schlecht: Sie können nicht arbeiten oder nur sehr eingeschränkt, müssen selbst für ihre Versicherung und alle anderen Kosten aufkommen, ohne soziale oder finanzielle Hilfe vom Staat oder irgendjemandem. Geflüchtete hingegen können Grundversorgung und Versicherung bekommen, und wenn sie offiziell anerkannt sind, dann können sie auch die Mindestsicherung beantragen. Das soll natürlich nicht heißen, dass Geflüchtete es in Wien gut haben. Es geht nur darum, warum es sehr problematisch ist, den Flüchtlingsstatus zur Bedingung für queere Solidarität/Hilfe zu machen.

"Persönlich unterscheide ich Migrant_innen und Geflüchteten nicht, aber ich kann mit Sicherheit sagen, warum Menschen keine Flüchtlinge werden. Es ist nicht, weil die Umstände so anders sind; Nnur diejenigen, die etwas besitzen oder wohlgeborene Europäer_innen sind, können so reden; Menschen, die nie in unseren Ländern gelebt haben, können sich schwer vorstellen, dass wir keine komfortablen Bedingungen wählen, wenn wir Migrant_innen nicht Geflüchtete werden. Für mich und viele Menschen um mich herum, ist es meine Erziehung und vielleicht mein Unwissen zum Thema, die mir verbieten, ein_e Geflüchtete_r zu werden."

"Und iIch möchte die Ressourcen der Organisationen nicht verschwenden, die für andere Geflüchtete verwendet werden können; und Migrant_in hört sich politisch 'einfacher' an."

"Ohne meine Freund_innen könnte ich niemals hier sein. Ich verstehe noch immer nicht, warum es eine Organisation für die 'Unterstützung' von Geflüchteten/Migrant_innen gibt; alles, was ich hier habe, ist die Hilfe meiner Freund_innen. Sie haben mein Ticket bezahlt, meine Unterkunft, meine Verpflegung; helfen mir, die Sprache zu lernen, einen Job zu finden; versuchen, eine Möglichkeit zu finden, meinen Aufenthalt zu verlängern und ihn so angenehm wie möglich zu machen. Und ich werde das von jetzt an auch tun. Das ist die einzige Organisation, an die ich glaube."

"Ja, deswegen helfe ich auch anderen - Asylsuchenden, Student_innen, 'Tourist_innen' -, allen, die nach Österreich fliehen, weil sie in der Heimat als 'Scheiß- Lesben/Transen/Schwule' beschimpft werden. Verschiedene Wiener Organisationen und Vereine arbeiten mit solchen Personen. Und sehr oft werden die tatsächlichen Bedürfnisse von LGBTIQ-Migrant_innen/Geflüchteten bei dieser Arbeit nicht gesehen. Ein Beispiel: Frage: 'Ich möchte mir so schnell es geht eine Arbeit suchen. Ich habe diese Ausbildung in meinem Land gemacht. Was soll ich machen, damit ich meinen Beruf hier ausüben darf bzw. kann?'; Antwort: 'Vergiss es!!! In Österreich gibt’ es so viele Arbeitslose. Österreich ist so unfreundlich zu allen Ausländer_innen, du findest keine Arbeit.'

Statt mir zu erklären, wie eine Anerkennung der Zeugnisse verläuft, wurden mir hier die Ängste der Einheimischen präsentiert."

Gemeinsam ganz verschieden – legal, illegal und dazwischen

"Es ist schon spannend, dass obwohl wir gemeinsam hierher gekommen sind und alles gemeinsam gemacht haben, unser Blick auf 'Migration' sehr unterschiedlich ist, oder?"

"Obwohl wir gemeinsam viele Schwierigkeiten durchgemacht haben und der Grad unserer 'Legalität' sich permanent änderte (das alles ist so blöd: Illegaler Flüchtling? Legale Migrantin? Illegale Migrantin? Legaler Flüchtling?), hat mein Status mich eher dazu gebracht, im Gegensatz zu dir, neue Narrative für mich zu schreiben, anstelle ein ‚Coming Out‘ einer bereits vorhandenen, doch verborgenen Identitäten zu machen. Offiziell bin ich als Studentin gekommen, aber dann ... Damit ich überlebe, ist es wichtig, unsichtbar zu bleiben."

"Für mich als Flüchtig hingegen war/ist es schwierig eine bestimmte Identität zu wählen, zum Beispiel wenn ich mich vorstelle: 'Hier bin ich, das ist mein Körper und das sind meine Papiere.' Wenn ich versuche, über mich auf dieser Weise zu sprechen, kommt es mir vor, als ob ich Quatsch rede und ich kann es einfach nicht fassen. Weil es politisch Scheiße ist, weil ich Selbstobjektivierung und Selbstexotisierung betreibe. Ich kann nicht sagen: 'Ich bin Pascha und bin schwul. Ich möchte mit meinem Partner zusammen leben und arbeiten bzw. an der Uni studieren.' Ich kann nicht mal sagen, dass ich Aktivist war oder bin, weil vor den Augen entsteht dann ein Bild von einem hübschen weißen russischen Jungen, der von einem großen bösen Polizisten festgehalten wird.

Das Wort 'Aktivist' ist etwas 'männliches', etwas, was das tätig ist, etwas, das besser in die liberale Agenda reinpasst, als das Wort 'Aktivist_in'. Wenn ich den Beamten meine Fluchtgründe benenne, kann ich nicht über mich als 'Aktivist_in' sprechen. 'Ich bin ein LGBT-Aktivist und flüchte zu euch nach Europa!’ - das hört sich für sie nachvollziehbar an. Aber: 'Ich bin queere-anarcho-feministische Aktivist_in' - das hört sich für sie potenziell gefährlich an, das wollen sie nicht hören. Ich kann nicht über mich als 'Aktivist_in' sprechen: Ich bin ja Ttrans*Flüchtling; in meinem Pass steht der Name einer orthodoxen Heiligen und der Buchstabe 'w'; dass heißt, ich bin ein Trans*mann."

Genau, das sind die Narrative, die von dir erwartet werden. Wenn du, statt einer klaren Geschichte, die in den lokalen liberalen, nationalistischen, rassistischen und russophoben Diskurs passt, etwas Uunklares erzählst, dann wirst du wahrscheinlich keine Unterstützung von Vereinen bzw. Organisationen kriegen.

"So passiert es dann, dass du die Unterstützung hauptsächlich von Freund_innen bekommst, vereinzelten queeren Menschen, Feminist_innen. Menschen, die nicht immer verstehen, wo du her kommst, was du durchmachen musstest, wie du momentan lebst, aber dazu stehen, dass sie es nicht verstehen, und dir zuhören wollen. Und ihre ziemlich limitierten Ressourcen - vor allem emotionale und finanzielle -, teilen, - aber auch ihre Sprachkenntnisse, ihr Auskennen in dem Land - das hilft mir und und anderen zu überleben."

Wir helfen einander und wenn die Scheiße kommt und wir nicht mehr können, dann wirst du in deinem akuten Zustand auch keine psychiatrische Hilfe bekommen.

"Darf ich über die psychiatrische Hilfe mehr erzählen? Erstens, also weil ich auf diesem kleinen 'wohlhabenden' kapitalistischen Stückchen Land gelandet bin, fange ich an, mir Vorwürfe zu machen, weil ich jemanden anderem Platz wegnehme; 'meinen' Platz könnten andere Geflüchtete haben. Und wegen meinen Unsicherheiten, die zu meinen unklaren marginalisierten Identitäten hinzukommen, bin ich verunsichert, irgendeinen Schritt zu machen ... Ich kann nicht sicher sein, dass dieser Schritt angemessen ist, zerbreche mir endlos den Kopf, mache was kleineres und verfalle in ein schlechtes Gewissen ... Im Endeffekt kaufe ich mir einen Kuchen (symbolisch gemeint), bitte um Aufmerksamkeit, Verständnis und Zuwendung und irgendwann ist mir so schlecht, dass ich aus diesem Zustand nicht mehr rauskomme ... In dem Moment bräuchte ich dringend psychiatrische Hilfe. Aber mensch kann die Ärzt_innen nicht rufen, ohne die Polizei zu holen. Mensch kann bis morgen überleben, dabei wird aber den helfenden und zitternden Mitbewohner_innen viel Ärger bereitet ..."

Was heißt denn hier 'zitternde'?

"Helfende, fürsorgliche ... Und in der Früh kann mensch den psychiatrischen Krisendienst anrufen, aber der_die Ärztin ist erst ab 17 Uhr da. Und natürlich spricht er_sie kein Russisch. Und deswegen ist mensch gezwungen Freund_innen zur Ärzt_in zu schleppen. Und dann fangen sie an, mit großer Beklemmung Fragen in Bezug auf meine unbequeme Identität zu stellen, machen große Augen, scheißen sich an. 'Ah, warten Sie ... Sie sind Flüchtling? Sind trans*? Sind Sie Intersex? Nehmen Sie Hormone? Sind Sie Ttrans*-Frau? Wie? Machen Sie eine Karyotypuntersuchung!' Er_sie quält mich und meine Begleitung so lange, bis ich aus dem unstillbaren Gefühl von Gereiztheit und Scham meinen Schmerz ganz tief verberge. Ich bekomme ein paar sedative Medikamente, gehe nach Hause. Der Schmerz ist stark unterdrückt, tief verborgen bis zu dem nächsten Absturz. Und die einzige private russischsprachige transphobe Therapeutin (eine von zwei in ganz Wien) ist transphob und ignoriert meinen 'Transsexualismus'. Sie gibt mir Medikamente, die zu helfen scheinen. Und dann stürzen noch mehr Schuldgefühle wegen meiner Untätigkeit, Unsicherheit und meines privilegierten Zustandes auf mich ein. Und das, was sich stolz 'Aktivismus' nennt, ist weiterhin von produktiven cis-Schwulen und sich gegenseitig runterziehenden akademischen Feminist_innen besetzt."

Amen.

Migrantische Solidarität und Hilfe werden entweder überhaupt nicht gesehen, weil sie nicht als 'offiziell' in institutionalisierter Form, sondern einfach viel informeller geschehenieht, oder einfach als selbstverständlich verstanden und eingefordert wird. Aber wenn die Migrant_in selbst Hilfe braucht, wird sie_er mit dem Hinweis, dass es hier um Bedürftige, und das heißt Geflüchtete geht, abgewiesen
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"Ich möchte über meine Erfahrung mit lokalen Vereinen/Organisationen/inoffiziellen Gruppen, die vorwiegend mit Flüchtlingen arbeiten und mit denen ich zusammen gearbeitet habe, sprechen. Als Migrantin, die mindestens zwei Sprachen spricht, bin ich oft für Übersetzungen und/oder Dolmetschen für Flüchtlinge gefragt. Die Zielgruppe sind vorwiegend cis-Schwule und ich frage mich, wo sind die geflüchteten und migrierten Lesben, Trans*- und Intersex*- Menschen? Gibt es sie nicht? Oder sind sie unsichtbar?

Aber einen anderen Schmerz gibt es auch. Die Unsichtbarkeit der Arbeit, die Migrant_innen leisten ... sei es auf der sprachlichen Ebene oder generell bei alltäglicher Unterstützung. Alles bleibt unsichtbar. Die Menschen bleiben unsichtbar. Es sei denn es ist eine coole Veranstaltung und jemand soll dolmetschen. Und dann werden wir, - Migrant_innen, die das Privileg haben, zwei Sprachen zu sprechen, - eingeladen, diese Arbeit zu machen. Kostenlos. Denn: Wir sind ja Aktivist_innen. Wohingegen für Deutsch-Englisch bezahlte Dolmetscher_innen eingestellt werden. Selbstverständlich übersetzen wir für unsere Freund_innen und Kamerad_innen. Aber so selbstverständlich ist es nicht. An uns wird nur in solchen Situationen erinnert und für diese Zwecke (unbezahlte Arbeit ... jaja); wir werden nur in dieser Rolle gesehen und uns wird nur das Geringste zugetraut. Wir sind Helfer_innen (Hilfsmittel???), keine Expert_innen in dieser Diskussion.

Es sind die Freund_innen, die auf unterschiedliche Weise in Wien gelandet sind und Verständnis haben, auch wenn unsere (Migrations-)Erfahrungen so unterschiedlich sind--, die dann da sind und unterstützen, auch wenn sie selbst mit ihrem Aufenthaltsstatus, Geldproblemen, Arbeitslosigkeit, und anderen Problemen kämpfen. Voila!"
Und jetzt spielt leise Musik im Hintergrund. Mit euch waren die 12 Opossums. Gute Nacht euch allen, die unterwegs seid. Lasst das Glatteis euch nicht vom rechten Weg abbringen.

Und jetzt hören wir das Lied der 12 Opossums mit dem Titel "Lesbo-Anarchie".




Fußnoten
[1] Der Text wurde von einer Deutsch-Muttersprachlerin mit österreichischer Staatsbürger_innenschaft, Klassen- und vielen weiteren Privilegien ediert, in dem Bemühen (und vielleicht Scheitern), solidarisch zu sein, Privilegien zu teilen und einen Raum zu eröffnen, in dem ein Zuhören und Verstehen passieren kann; ein Versuch, Handlungsmacht zu ermöglichen.

[2] Das ‚'verfaulende Europa'‘ ist eine beliebte Metapher, um den homo-freundlichen Westen als degeneriert und abartig zu beschreiben.