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FOKUS

Critical Whiteness – Kritisches Weißsein

Seit einigen Jahren erhalten Critical-Whiteness-Konzepte in den Debatten der antirassistischen Linken zunehmende Aufmerksamkeit. In diesem Schwerpunkt, der in Kooperation mit dem feministischen Magazin an.schläge entstanden ist, gehen wir der Frage nach: Welche Bedeutung hat Critical Whiteness/Kritisches Weißsein – oftmals als elitärer akademischer Diskurs kritisiert – für die antirassistische Praxis? Die unterschiedlichen Perspektiven auf diese Frage spiegeln sich nicht zuletzt auch in den Begriffsverwendungen und Schreibweisen der Beiträge (zum Beispiel Schwarz, weiß, Weißsein oder weiß-sein).
Über Begrifflichkeiten wurde auch in der Vorbereitung zum Schwerpunkt in unseren Redaktionen diskutiert: Welche Entwicklungsgeschichte legt der englischsprachige Terminus Critical Whiteness nahe? Handelt es sich bei der aus den USA stammenden Forschungsrichtung tatsächlich um etwas Neues? Und: Knüpft Kritisches Weißsein an die hiesigen antirassistischen Kämpfe von Schwarzen Menschen und People of Color an?

PIXEL

Sexarbeit: Gegenappelle und Widerstandsperspektiven

2012 forderten zweihundert zivilgesellschaftliche Organisationen im sog. Brüsseler Appell ein "Europa ohne Prostitution". Ebenso setzte sich der "Pariser Appell" – nach schwedischem Vorbild – für ein Verbot von Sexkauf und die Kriminalisierung von Freiern ein. Für die langfristige Abschaffung des Systems Prostitution machen sich auch der "Wiener Appell" der Initiative "Stopp Sexkauf" sowie der jüngste "Appell gegen Prostitution" der Zeitschrift "Emma" stark.
Im Streit über ein Verbot oder eine Legalisierung von Sexarbeit dominieren die Perspektiven von NGOs und Beratungsstellen, während die betroffenen Sexarbeiter_innen und ihre politischen Forderungen nur wenig Gehör finden. In diesem Schwerpunkt präsentiert migrazine.at "Gegenappelle" von Sexarbeiter_innen-Organisationen und solidarischen Unterstützer_innen wie etwa der Initiative "Rotlicht statt Blaulicht": Sie treten für einen Wechsel der Perspektive in der Debatte und die politische Miteinbeziehung der (mehrheitlich migrantischen) Sexarbeiter_innen ein, um deren Rechte auch tatsächlich umsetzen zu können. Listen up!




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