Editorial Crossover

Das Crossover dieser Ausgabe ist zweigeteilt und dokumentiert eine Reihe an Positionen zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Im ersten Teil sind zwei Texte zu finden, die sich mit den Themen Selbstbestimmung, Selbstfürsorge und Selbstidentität auseinandersetzen.
Während maiz darauf verweist, mit welchen Stigmen Sexarbeit nach wie vor behaftet ist und wie schwierig es ist, insbesondere für migrantische Arbeiter*innen, den Job selbstbestimmt auszuüben, plädieren Iris Rajanayagam und Mai Zeidani Yufanyi für eine behutsame Achtsamkeit und die psychische Selbstfürsorge von Schwarzen Menschen und Menschen of Color (und insbesondere Frauen*) und ihren Communities, um die Folgen von Rassismus verarbeiten zu können.

Im zweiten Teil sind Positionen versammelt, die sich in unterschiedlicher Kunstform mit politischen Entwicklungen und Verhältnissen auseinandersetzen. Das Comicbuch "Homestories" von Vina Yun, erzählt die Geschichte der koreanischen Migration nach Österreich und dem Aufwachsen der Zweiten Generation in Wien. Adriana Torres Topaga beschäftigt sich in "Trautes Heim Glück allein / Mi casa es su casa / My home is my castle" uns "Signs of the time" mit einem sehnsüchtigen Ort: dem Zuhause und was er bedeuten kann.
Sainzaya Tsengel besinnt sich auf die Zeit des Deutschlernens in Sprachcafés und kommt auf die Idee, "Tassen fürs Sprachcafé" anzufertigen, um andere Menschen beim Spracherwerb zu unterstützen. Natürlich nicht ohne Ironie.