Ausgabe 2011/2-3

FOKUS

Zweite Generation und Postmigration

Bezeichnungen wie "Zweite Generation" oder "Secondo"/"Seconda" verweisen auf die Lebensrealitäten von Menschen, die keine Migrant_innen sind und dennoch von der Mehrheitsgesellschaft als "Andere" konstruiert werden. Tatsächlich ist die Generation der "Postmigration" jedoch durch ein Selbstverständnis charakterisiert, das traditionelle Identitätsentwürfe infrage stellt und stattdessen ein neues Vokabular von Zugehörigkeit entwickelt.

PIXEL

Sprache handelt

Sprache reflektiert nicht nur soziale Beziehungen, sondern konstruiert diese auch mit. Dabei ist Sprache selbst wandelbar und flexibel – und gilt damit als Schlüsselwerkzeug für gesellschaftliche Veränderung, mit dem bestehende Normen und Verhältnisse beeinflusst werden können. Im vorliegenden Schwerpunkt stellt migrazine.at mögliche Interventionen und Strategien eines antidiskriminatorischen Sprachgebrauchs vor.